Teneriffa

Die Urlaubsinsel Teneriffa mit der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife ist die Größte der Kanarischen Inseln und bietet fantastische Landschaften, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie ist Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt, die Sonne, Abenteuer, Natürlichkeit und Individualität lieben.

Eine kleine Welt für sich

Nicht umsonst wird die Insel Teneriffa von vielen Filmschaffenden als beliebte Landschaftskulisse gewählt. Nirgendwo auf der Welt vereinen sich so viele kontrastreiche Landschaften, wie auf dieser Insel. Felsgebirge, Schluchten, idyllische Bergdörfer, Wüstenregionen, Waldgebiete mit riesigem Baumbestand, eine üppige Vegetation von Blühpflanzen und weite Sandstrände versetzen in unterschiedliche Welten. Manche Regionen erinnern an andere Urlaubsziele, wie das italienische Tessin, die Côte d’Azur, aber auch irische Landschaftszüge sind zu finden. Urlauber haben die Möglichkeit, ganz nach Lust und Laune und eigenen Ansprüchen, ihre Region zu wählen. Kunst und Kultur findet sich in jedem Winkel der Insel, im Kleinen, wie im Großen.

Geographie und Geschichte

Auch wenn Teneriffa zu den Kanarischen Inseln gehört, so liegt sie doch vom spanischen Festland ca. 1.300 km weit entfernt, rückt dafür aber näher an Afrika. Die marokkanische Küste ist nur 250 km von Teneriffa entfernt und auch die Westsahara grenzt an. Die Insel nimmt inmitten des Kanarischen Archipels eine Fläche von ca. 2034 Quadratkilometern ein.

Die Vulkaninsel Teneriffa ist vor 12 Millionen Jahren entstanden, wobei auch in den letzten Jahrhunderten immer wieder Vulkanaktivitäten zu beobachten waren, zuletzt im Jahre 1909. Gebirgsmassive, wie das Anaga-Gebirge, oder das Teno-Gebirge, lassen diese Ursprünglichkeit erkennen. Der höchste Berg Spaniens, der Teide, der sich auf Teneriffa in einer Höhe von 3718 Metern erhebt, gehört zu den Wahrzeichen der Insel.

Noch bevor an die heutige Urlaubsinsel zu denken war, wollten die Menschen mehr über die Kanarischen Inseln wissen, denn sie spekulierten, dass es sich um das versunkene Atlantis handele. Um mehr Gewissheit zu erlangen, erkundete im 1. Jahrhundert der Gesandte Plinio im Auftrag des Mauritanischen Königs die Kanarischen Inseln und brachte von seiner Reise riesige Hunde mit, die er dort entdeckt hatte. Der Name für die Hunde war Can und so wurden die Kanarischen Inseln fortan nach ihnen benannt.

Die Einwohner von Teneriffa werden Tinerfeños genannt, eine Überbleibsel aus der Zeit ihrer Vorfahren. Das waren die Guanchen (Menschen aus Teneriffa), über die es seit dem 14. Jahrhundert Aufzeichnungen gibt. Der Häuptling der Guanchen hieß Tinerfe. Die Guanchen lebten eher steinzeitlich mit Fellbekleidung und legten großen Wert auf die ordnungsgemäße Bestattung ihrer Toten. Sie beherrschten die Kunst des Mumifizierens ebenso gut, wie den Umgang mit Ton. Noch heute ist Teneriffa ein blühendes Beispiel für das Kunsthandwerk mit Ton und Keramik.
Die Insel Teneriffa diente in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder als Machtobjekt der Eroberung, zuerst durch die Spanier, später durch die Engländer. Während die Spanier die kanarischen Inseln vereinnahmten, mussten sich die Engländer geschlagen geben. Aufgrund der günstigen Meereslage diente Teneriffa auch als Knotenpunkt im Schiffsverkehr für strategische Maßnahmen. Ruhe ist erst in den 1970 Jahren eingekehrt, seitdem ist Teneriffa autonom und unabhängig. Bereits Ende der 1960er Jahre erkannte man das Potential der Insel als Urlaubsgebiet und fing mit den ersten Hotelbauten an.

Landschaften, Vegetation, Tiere und Klima

Landschaft und Klima sind je nach Region unterschiedlich, wobei ein mildes, warmes Klima überwiegt. Temperaturen von 22 bis 26 Grad werden vor allen Dingen im Süden das ganze Jahr über erreicht. Der Süden Teneriffas ist von zahlreichen Strandgebieten gesäumt, die sich zu beliebten Urlaubszielen für Sonnenanbeter entwickelt haben. Aber auch im Norden warten Strände, obwohl es hier in den Herbst- und Wintermonaten etwas kühler und regnerisch ist. Bergmassive und Schluchten lassen sich im Nordosten besonders gut erkunden, Naturliebhaber verirren sich in die faszinierenden Waldlandschaften mit Pinien und Kieferbeständen oder in urige Bergdörfer, wie Masca. Teneriffa ist für viele, typische Pflanzen bekannt. Dazu gehören unzählige Arten von Strelitzien, Kakteen, besonders große Weihnachtssterne und der außergewöhnliche Drachenbaum. Bekanntester Vertreter der Tierwelt ist der Kanarienvogel in seinen bunten, leuchtenden Farben, aber auch Delfine und Pilotwale sind auf der Insel heimisch.

Kultur, Kunst und Architektur

Ob in den pulsierenden Touristengebieten oder aber im abgeschiedenen Bergdorf: Kunst, Kultur und Handwerk begegnet man auf Teneriffa in jedem noch so verborgenen Winkel. Musikgenuss der besonderen Art wird im Auditorium von Teneriffa wahr, das durch seine außergewöhnliche Architektur als Kunstwerk und Sehenswürdigkeit zugleich gilt. Ein eindrucksvolles Pendant dazu bilden die historischen Herrschaftshäuser in La Orotava, die mit ihren aufwendig verzierten Holzbalkonen von der Schnitzkunst erzählen und eine Reise in die Vergangenheit der Insel erlauben. Das Arbeiten mit Ton gehört zu den traditionellen Handwerkskünsten, ebenso dazu, wie das Sticken.
Zu den kulturellen Highlights zählt der Karneval, der auf der ganzen Insel in der Zeit von Februar bis März gefeiert wird. Den Höhepunkt bildet der Straßenkarneval in Santa Cruz mit seinen schillernden Kostümen und der aufwendig geschmückten Stadt. Daneben werden auch viele Feiertage mit Veranstaltungen untermalt.
Sehenswürdigkeiten

Teneriffa bietet dem Besucher oder Urlauber jede Menge interessante Schauplätze, sei es geschichtlich, archäologisch oder aber, was die Naturschönheiten betrifft. So ist der Nationalpark „Canadas del Teide“ ein unvergessliches Erlebnis, das nur noch durch den Aufstieg auf den höchsten Berg Spaniens, den Teide, übertroffen wird. Wer die Natur liebt und sich in die ursprünglichen Bergdörfer begeben möchte, der wird in Masca mit Bergidylle, Schluchten und feurigen Serpentinen verwöhnt. Das Anaga-Gebirge erinnert mit seinen Wäldern und Felsen an irische Traumlandschaften und wartet mit faszinierenden Überraschungen. Der Botanische Garten in Puerto de La Cruz zeigt seltene exotische Pflanzen und Bäume, die nur auf der Insel gedeihen, ein besonderes Highlight ist der Drachenbaum Milenario in Icod de los Vinos und Playa delas Americas.

Menschen und Mentalität

Lebensfreude wird auf Teneriffa groß geschrieben. Die offizielle Sprache ist Spanisch, Touristen kommen mit Englisch und Deutsch, vor allen in den touristischen Gebieten, aus. Die Infrastruktur lässt nicht zu wünschen übrig, selbst in den Bergdörfern kann sich der Besucher kulinarisch exzellent versorgen lassen. Daneben warten Einkaufsmöglichkeiten auf Märkten und in Einkaufszentren in Hülle und Fülle. Auf den kanarischen Inseln wird die Tradition der Siesta gepflegt, so dass in dem Mittagsstunden viele Geschäfte und Einrichtungen geschlossen haben und erst wieder am Abend öffnen.